Peter Fässlacher: Karriere, ORF III, Privatleben und „Die schwule Seele“
Peter Fässlacher gehört zu den bekannten Gesichtern der österreichischen Kulturlandschaft. Als Journalist, Moderator, Autor und Kulturmanager ist der gebürtige Villacher seit vielen Jahren eng mit dem ORF verbunden. Besonders durch „Kultur Heute“, „Streitzeit“, seine Künstlergespräche und zahlreiche große Kulturveranstaltungen hat er sich als versierter Gesprächsführer etabliert. Heute steht er nicht mehr nur vor der Kamera: Seit April 2025 ist er Programmchef im ORF-III-Kulturbereich und damit auch für die programmliche Entwicklung des Kultursenders mitverantwortlich.
Peter Fässlacher im Überblick
| Kategorie | Information |
|---|---|
| Name | Peter Fässlacher |
| Geburtsjahr | 1986 |
| Geburtsort | Villach, Kärnten |
| Staatsangehörigkeit | Österreich |
| Beruf | Journalist, Moderator, Autor |
| Arbeitgeber | ORF |
| ORF-Tätigkeit | seit 2007 |
| Bekannt durch | „Kultur Heute“, „Streitzeit“, Künstlergespräche |
| Funktion | Programmchef ORF III Kultur seit April 2025 |
| Buch | „Die schwule Seele: Wie man wird, wer man ist“ |
| Podcast | „Reden ist Gold“ |
Who is Peter Fässlacher?
Wer sich fragt, „who is Peter Fässlacher?“, findet die Antwort vor allem in seiner langen Laufbahn beim österreichischen Rundfunk. Fässlacher wurde 1986 in Villach geboren und begann seine ORF-Karriere 2007 im Landesstudio Kärnten. Bereits ein Jahr später führte ihn sein beruflicher Weg nach Wien in die ORF-Kulturredaktion.
Dort arbeitete er zunächst als Kulturjournalist und gestaltete Beiträge unter anderem für die „Zeit im Bild“, „Heute in Österreich“ und „a.viso“. Seine journalistische Arbeit konzentrierte sich früh auf Kunst, Kultur und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens.
Mit dem Aufbau von ORF III eröffnete sich für den Kärntner eine neue berufliche Perspektive. Seit 2010 ist er mit dem Sender verbunden und entwickelte unter anderem die Literatursendung „erLesen“. Außerdem war er an der Entwicklung von „Kultur Heute“ beteiligt und baute das Format zu einem regelmäßigen Kulturmagazin aus.
Karriere beim ORF und ORF III
Die Entwicklung von Peter Fässlacher zeigt, wie sich eine journalistische Karriere über unterschiedliche Medienbereiche hinweg entwickeln kann. Vom Landesstudio über die Kulturberichterstattung bis hin zur Moderation großer Fernsehformate sammelte er Erfahrungen vor und hinter der Kamera.
Bei ORF III wurde „Kultur Heute“ zu einem seiner wichtigsten beruflichen Standbeine. Die Sendung behandelt aktuelle Themen aus Kunst und Kultur und verbindet Nachrichten, Berichte und ausführliche Gespräche. Fässlacher ist dabei nicht nur Moderator, sondern auch als Sendungsverantwortlicher tätig.
Seit 2017 gehört außerdem die Moderation des NESTROY zu seinen Aufgaben. Der österreichische Theaterpreis zählt zu den bedeutendsten Auszeichnungen der heimischen Bühnenlandschaft. Darüber hinaus präsentiert Fässlacher Veranstaltungen wie die Lange Nacht der Museen, den Österreichischen Filmpreis und die Licht ins Dunkel Gala.
Ein wichtiger Karriereschritt folgte am 15. April 2025. Seit diesem Zeitpunkt ist er Programmchef im ORF-III-Kulturbereich. Damit umfasst seine Tätigkeit neben der journalistischen und moderierenden Arbeit auch eine programmstrategische Verantwortung.
„Streitzeit“: Kultur und Gesellschaft im Gespräch
Eine weitere wichtige Station ist das Diskussionsformat „Streitzeit“. Die Sendung startete 2023 und beschäftigt sich mit kontroversen Fragen aus Kunst, Kultur, Politik und Gesellschaft.
Das Konzept setzt nicht darauf, dass sich alle Gesprächsteilnehmer am Ende auf eine gemeinsame Meinung einigen. Vielmehr sollen unterschiedliche Positionen sichtbar werden. Themen reichen von Debatten über Theater und Kulturpolitik bis zu Fragen rund um Cancel Culture oder den Umgang mit Künstlern und ihren Werken.
Für Fässlacher ist dieses Format eine logische Ergänzung zu seiner bisherigen Arbeit. Während klassische Kulturinterviews häufig einzelne Künstler und deren Werk in den Mittelpunkt stellen, bietet „Streitzeit“ Raum für kontroverse gesellschaftliche Diskussionen.
Künstlergespräche mit bekannten Persönlichkeiten
Zu den markanten Elementen seiner ORF-Tätigkeit zählen ausführliche Interviews mit prominenten Persönlichkeiten. In den ORF-III-Künstlergesprächen traf Fässlacher unter anderem Iris Berben, Hape Kerkeling, Harald Glööckler, Anne-Sophie Mutter, Reinhold Messner und weitere bekannte Persönlichkeiten.
Dabei geht es nicht ausschließlich um aktuelle Projekte. Die Gespräche behandeln häufig auch Karrierewege, persönliche Erfahrungen, gesellschaftliche Entwicklungen und die Haltung der jeweiligen Gesprächspartner.
Auch in jüngerer Zeit ist diese Arbeit ein wichtiger Bestandteil seiner Tätigkeit. 2026 führte er beispielsweise ein ausführliches Gespräch mit dem Schriftsteller Salman Rushdie im Rahmen des Festivals „Literatur im Nebel“.
Peter Fässlacher und der Bachmannpreis
Eine besondere Verbindung besteht auch zur Kärntner Literaturszene. Seit 2023 moderiert Peter Fässlacher gemeinsam mit Cécile Schortmann die Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt. Das renommierte Literaturereignis ist eng mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis verbunden.
Für den gebürtigen Villacher ist diese Aufgabe auch deshalb bemerkenswert, weil er dadurch regelmäßig in seine Heimat Kärnten zurückkehrt. Bei den Tagen der deutschsprachigen Literatur stehen deutschsprachige Autorinnen und Autoren sowie ihre literarischen Texte im Mittelpunkt. Auch 2026 übernahmen Cécile Schortmann und Peter Fässlacher die Moderation.
„Die schwule Seele“: Peter Fässlacher als Autor
Neben dem Fernsehen ist Fässlacher auch als Buchautor bekannt. 2022 erschien sein erstes Buch „Die schwule Seele: Wie man wird, wer man ist“.
Das Buch beschäftigt sich mit Fragen rund um Identität, Selbstakzeptanz, Angst vor Zurückweisung und den persönlichen Umgang mit dem eigenen Schwulsein. Dabei versteht sich das Werk weniger als klassischer Ratgeber, sondern als persönliche und gesellschaftliche Auseinandersetzung mit der Frage, wie Identität entsteht.
Die Veröffentlichung knüpft an Fässlachers journalistische Beschäftigung mit LGBTQIA+-Themen an. Bereits zuvor hatte er öffentlich über seine eigene sexuelle Identität gesprochen. In einem Beitrag mit dem Titel „Reden ist Gold“ beschrieb er, wie belastend das jahrelange Verschweigen für ihn gewesen sei.
„Reden ist Gold“ und der Podcast
Aus diesem Themenkomplex entstand auch der Podcast „Reden ist Gold“. Darin beschäftigt sich Fässlacher mit Liebe, Beziehungen und persönlichen Erfahrungen schwuler Männer. Gäste erzählen von ihrem Leben, ihren Beziehungen und den Herausforderungen, die mit Identität und gesellschaftlichen Erwartungen verbunden sein können.
Der Podcast ergänzt damit seine journalistische Arbeit um eine persönlichere Gesprächsebene. Statt ausschließlich über Kultur und aktuelle Ereignisse zu sprechen, geht es um Lebensgeschichten und individuelle Erfahrungen.
Peter Fässlacher privat: Partner, Freundin und Familie
Das Interesse an Peter Fässlacher privat ist groß, doch bei persönlichen Angaben ist eine klare Trennung zwischen öffentlich belegten Informationen und Spekulationen wichtig.
Fässlacher hat sich öffentlich als homosexuell geoutet und spricht in seinen journalistischen und publizistischen Arbeiten offen über Identität und sein persönliches Erleben. Über eine aktuelle Beziehung oder einen bestimmten Partner liegen jedoch keine ausreichend verlässlichen öffentlichen Angaben vor, die eine konkrete Person als seinen derzeitigen Partner bestätigen würden.
Auch zu Kindern oder einer Ehe gibt es keine belastbaren Informationen in den offiziellen ORF-Biografieangaben. Deshalb wäre es unseriös, hier konkrete Behauptungen aufzustellen. Sein Privatleben hält der Moderator weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus, während er sich beruflich intensiv mit persönlichen und gesellschaftlichen Themen beschäftigt.
Was macht Peter Fässlacher heute?
Heute verbindet Fässlacher mehrere Aufgaben. Er ist weiterhin als Moderator und Kulturjournalist präsent und steht für ORF III bei unterschiedlichen Formaten und Veranstaltungen vor der Kamera. Gleichzeitig trägt er als Programmchef im Kulturbereich mehr Verantwortung für die Ausrichtung des Senders.
Seine bisherigen Stationen zeigen dabei eine klare Entwicklung: vom jungen Journalisten im ORF-Landesstudio Kärnten über die Kulturberichterstattung und Moderation bis hin zur programmlichen Verantwortung bei ORF III. Seine besondere Stärke liegt offenbar darin, Kultur nicht nur zu präsentieren, sondern sie in einen größeren gesellschaftlichen Zusammenhang zu stellen.
Fazit
Peter Fässlacher ist ein vielseitiger österreichischer Medienprofi, dessen beruflicher Schwerpunkt seit vielen Jahren auf Kultur, Journalismus und anspruchsvollen Gesprächen liegt. Vom ORF-Landesstudio Kärnten führte ihn sein Weg nach Wien und schließlich zu ORF III, wo er mit „Kultur Heute“, „Streitzeit“, Künstlergesprächen und großen Veranstaltungen bekannt wurde. Mit „Die schwule Seele“ und dem Podcast „Reden ist Gold“ zeigt er zudem eine persönlichere Seite seines Schaffens. Für die Leserinnen und Leser von INFOZENTRALE bleibt besonders interessant, wie sich seine Karriere vom Kulturjournalisten zum Programmchef entwickelt hat und welchen Stellenwert Kultur, gesellschaftlicher Dialog und persönliche Identität in seinem öffentlichen Wirken einnehmen.


